Homosexualität in der Geschichte

Homosexualität in der Geschichte. Da ist schon der Titel allein falsch. Homosexualität kann man sich im Lauf der gesamten Geschichte gar nicht anschauen, denn so lange gibt es sie noch nicht! Die Homosexualität vs. Heterosexualität ist nämlich ein Produkt der Moderne. Das bedeutet aber freilich nicht, dass es davor nicht gleichgeschlechtliche Liebe und Sex zwischen Mann und Mann und Frau und Frau gegeben hätte. Man nannte es nur anders und auch der gesellschaftliche Blick hat sich gewandelt. Wann genau war das so? Nun ... eigentlich zu jeder Zeit und auch heute noch.

In dieser Folge des Déjà-vu Geschichte Podcast werfen wir also einen Blick auf das, was wir heute schwul, gay, lesbisch, LGBTQ oder eben homosexuell nennen würden. Wie wurde das früher gesehen? Was sagten die Moralvorstellungen der Antike zu gleichgeschlechtlichen Beziehungen? Wie war das im Mittelalter? Welchen Einfluss hatte die Verbreitung des Christentums und der Bibel? Und überhaupt: Was sagt die Bibel zu Homosexualität? Diese Fragen wollen wir beantworten auf einem Ritt durch Jahrtausende der Geschichte, auf dem wir die Entwicklung der Homosexualität hin zum strafbaren Verbot, zur Sodomie und schließlich zur Legalisierung von heute nachzeichnen.

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4 Kommentare

  • Die Schwurbruderschaft war mir vollkommen neu, aber sehr interessant.
    Danke, dass du das ausgegraben hast!

    Schockierend zu dem Thema ist, dass in der BRD männliche Homosexualität bis 1994 strafbar war und auch verfolgt wurde. Das hat bis in die Neuzeit viele Lieben und Leben zerstört. Die DDR hatte das schon 1957 abgeschafft und bestand bei den Verhandlungen zur deutschen Vereinigung erfolgreich darauf, dass § 175 StGB auch nach der Wiedervereinigung in den fünf ostdeutschen Bundesländern nicht anzuwenden war.
    Die auf Basis dieses Gesetzes gefällten Urteile wurden erst 2017 aufgehoben.
  • Hey Andreas,

    ist mir auch erst in der Recherche erstmals untergekommen. Und auch wenn man es natürlich nicht verallgemeinern oder überbewerten darf: Echt eine spannende Institution!

    Und Mann, Mann, Mann ... 1994... wirklich eine Schande. Aber immerhin: Damit war im Osten ja doch nicht alles schlecht ;)
  • Die Jungs umarmen sich kurz, hauen sich auf die Schultern o. boxen zärtlich, so zeigen sie ... Abwesenheit von Feindschaft, vielleicht Liebe, die die meisten nicht zugeben wollen würden, weil Liebe irgendwie mit Sex verbunden wird, also ausserfamiliär.
    Mir tat, als ich einst allmächlich zu denken begann, zuerst mein Bruder leid, später auch all die andren Burschen, die nicht wie wir Weibsleut freundschaftsbedingt liebevoll Händchen halten und Bussi gebend durch die Gegend laufen konnten.
    Es waren zuerst die erwachsenen Männer, die den lieben Gesten die Unschuld nahmen, hin und wieder auch uns Mädchen einen dummen Spruch rüberwachsen liessen.
    Mein Bruder hat mehr als 20 Jahre gebraucht, um die antrainierte "männliche" Steifheit ein wenig loszuwerden.
    Die armen Jungs, egal ob schwul oder nicht, echt.
  • Da triffst du den Nagel auf den Kopf ... heute würde man es wohl "toxische Männlichkeit" nennen und zum Glück tut sich da langsam doch ein bisschen was

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