Über mich

Ich habe einige große Leidenschaften im Leben. Die Musik, das Lernen neuer Sprachen, das Reisen ... aber keine davon hat mich stärker geprägt als meine Leidenschaft für Geschichte. Seit dem frühen Teenager-Alter ließ mich die Faszination für das Vergangene nicht mehr los. Ich kann mich gut daran erinnern, wie ich im Alter von 13 oder 14 in meinem Zimmer saß und bis in die Nacht historische TV-Dokumentationen wie "Terra X" schaute, egal wie müde ich dadurch am nächsten Tag in die Schule ging. Ich kann mich aber auch daran erinnern, wie untypisch aufmerksam ich trotzdem im Geschichtsunterricht war. Da habe ich mich sogar freiwillig zu mündlichen Prüfungen gemeldet! Umso schwieriger war die Zeit nach meinem Schulabschluss. Es war mir einerseits klar, dass ich Geschichte studieren wollte. Andererseits war mir aber bewusst, wie unsicher diese Wahl war. Es gibt immerhin kaum Jobs für Historiker, aber nun ja ... mir fiel trotzdem nichts Besseres ein. So wurde ich also Geschichtsstudent.
Die folgenden sechs Jahre an den Universitäten Wien, Zagreb und Budapest waren eine fantastische Zeit. Studentenleben, Partys, Abenteuer und in der "Arbeitszeit" dazwischen lernte ich dann auch noch täglich Neues über die Vergangenheit. Und auch wenn nicht jedes Seminar unbedingt nervenzerfetzend war, hatte ich fast immer Spaß daran. Aber der Moment der Wahrheit kam natürlich irgendwann ... Im Jahr 2015 schloss ich meinen Master ab und musste raus in die Welt. Ich zog nach Deutschland und bewarb mich voll Enthusiasmus für alle Jobs, die ich im Geschichtsbereich finden konnte. Museen, Zeitschriften, Gedenkstätten ... alle erhielten sie im Herbst 2015 Post von mir. Bald schrieben wir dann das Jahr 2016, doch Job hatte ich immer noch keinen. Weil langsam das Geld knapp wurde, begann ich also, für ein Münchner Übersetzungsunternehmen im Marketing zu arbeiten. 
Das war zwar an sich ein angenehmer und in Teilen auch interessanter Job. Doch trotzdem wurde ich mit den Monaten und Jahren immer unglücklicher. Ich wollte doch meine Begeisterung für Geschichte teilen, nicht Online-Marketing-Kampagnen für Münchner Unternehmen durchführen! Außerdem entstand in mir auch immer mehr die Überzeugung, dass es gesellschaftlich wichtig ist, sich mit der Vergangenheit zu befassen. Immerhin prägt sie die Welt und Politik von heute. Darin konnte ich im Gegensatz zu meinem Brotberuf eine Erfüllung für mich sehen. Ich wusste nur nicht, wie ich dorthin kommen sollte. Es dauerte eine Zeit, doch im Sommer 2017 wagte ich einen ersten Schritt. Ich startete meinen Blog Déjà-vu Geschichte.

Es war ein überwältigendes Gefühl! Fast zwei Jahre nach Ende meines Studium befasste ich mich nun endlich wieder mit der Geschichte! Durch die Vorbereitung neuer Artikel alle zwei Wochen lernte ich regelmäßig dazu und noch besser: Mit der Zeit kamen auch die ersten Leser! Anfang 2018 wagte ich den Sprung in Richtung Podcast und auch da kamen bald die ersten Zuhörer. Ich kam mit ihnen in den Austausch und war mit jedem Tag motivierter, mehr zu schreiben, mehr aufzunehmen und allgemein mehr Zeit in das Projekt Déjà-vu zu stecken. Es gab da nur ein offensichtliches Problem: Neben dem Job wurde das schön langsam schwierig.
Zu meinem Glück hatte ich irgendwann zu der Zeit ein Gespräch mit meinem guten Freund Thomas. Er hatte kurz davor begonnen, Bücher im Eigenverlag zu veröffentlichen, und riet mir, das auch zu versuchen. So könnte ich nebenbei mit meiner Passion Geld verdienen und in meinem Job auf Teilzeit wechseln, meinte er. Nachdem ich eine passende Teilzeitstelle gefunden hatte, wagte ich den Sprung. Reich wurde ich mit meinem ersten Buch "Endstation Brexit" 2018 zwar nicht. Aber doch kam ein wenig Geld rein. Und das Wichtigste: Ich hatte plötzlich viel mehr Zeit für Déjà-vu Geschichte – für den Podcast, den Blog und für neue Bücher. Auf einmal verbrachte ich die Hälfte meiner Zeit mit Geschichte – so wie ich es mir nach dem Studium erträumt hatte! Heute bin ich täglich im Austausch mit einer wachsenden Community an Geschichtsfans wie mir selbst. Gemeinsam lernen wir ständig Neues darüber, wie die Welt von heute zustande kam. Komm doch auch dazu!

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